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Presse•  04. Juli 2012 Stolberger Nachrichten

Bürgerstiftung erhält ein Fundament

Beim Treffen der Gründungsstifter werden Vorstand, Rat und Fachausschuss gewählt. Anerkennung wird für Spätherbst erwartet.

 

Stolberg. Das „Wir-Gefühl“ ist der entscheidende Faktor in der „Bürgerstiftung Stolberg“, die derzeit noch in der Anfangsphase ist. Etwa 35 Gründungsstifter trafen sich jetzt im Parkhotel am Hammberg. Die Stiftung soll einige der Lücken schließen, die die Kommune aufgrund der schwierigen Finanzsituation nicht mehr schließen kann, erklärte Ex-Bürgermeister Wolfgang Hennig.

Bürgerschaftliches Engagement ist in Zeiten wie diesen mehr denn je gefragt. Die Resonanz auf den Aufruf der Initiatoren zeigt, dass die Stolberger auf ein Instrument gewartet haben, um die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Streng genommen war es die dritte Veranstaltung“, resümierte Hennig. Doch was nun als offizielle Veranstaltung gewertet wird oder nicht, ist nicht so wichtig. Was zählt ist, dass das Projekt einen sehr guten Start hingelegt hat.

„Gleich beim ersten Treffen haben sich 20 Leute bereiterklärt, der Stiftung beizutreten.“ Bei der zweiten Veranstaltung habe sich die Zahl verdoppelt, und „heute haben wir das 78. Stiftungsmitglied gewinnen können“, bilanzierte Hennig, der hofft, dass sich die Stiftung im öffentlichen Bewusstsein ebenso fest etablieren wird, wie es in der Stadt Baesweiler der Fall ist.

Wolfgang Hennig weiß natürlich, dass eine derartige Mitgliederentwicklung auf Dauer nicht zu halten ist, aber gleich zu Beginn in breiter Front unterstützt zu werden, zeige, dass man auf dem richtigen Weg sei.

Eine Bürgerstiftung zu gründen, ist ein juristisch aufwendiges Prozedere. Die Satzung muss so gefasst sein, dass Missbrauch oder eigenmächtiges Handeln nicht möglich sind. Der Verwendungszweck hingegen müsse so formuliert sein, dass die Bürgerstiftung nicht in einem Korsett gefangen sei, erklärte Hennig. „Wir können zu diesem Zeitpunkt unmöglich wissen, wie in fünf Jahren die Situation in Stolberg ist, und was dann gerade dringend benötigt wird“, erklärte der 78-Jährige.

Um eine neutrale Bewertung frei von politischen Einflüssen oder wirtschaftlichen Interessen zu gewährleisten, wird die Stiftung über drei Gremien (Vorstand, Stiftungsrat und Fachausschuss) verfügen. Die Gremien wurden an diesem Abend gewählt. Eine Doppelbesetzung ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Die Wahl der Gremien am Montag ist eine Grundvoraussetzung, um von der zuständigen Stiftungsbehörde der Bezirksregierung Köln „grünes Licht“ zu bekommen. Mit der Anerkennung als gemeinnützige Bürgerstiftung Stolberg rechnet die Initiativgruppe für den Spätherbst. Die Gründung der Stiftung wird dann offiziell gefeiert werden.

Ziel ist, die Bürgerstiftung fest im öffentliche Bewusstsein zu etablieren. „In Baesweiler liest man auf vielen Einladungen, bei Firmenfesten oder auch bei Goldhochzeiten, man möge doch statt Geschenken der Bürgerstiftung Geld spenden“, erzählte Hans-Josef Siebertz, nachdem er in den Vorstand gewählt worden war. „Das wünschen wir uns auch für die Stolberger Bürgerstiftung“, schloss der 59-Jährige.

Mitglieder der drei Gremien

Die Mitglieder des Vorstandes sind: Alice Bongard, Dr. Alfred Oswald, Hans-Josef Siebertz, Albert Willems und Dieter Wolf. Der Stiftungsrat setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Ulrich Bous, Willi Engels, Andreas Clemens, Dr. Tim Grüttemeier, Wolfgang Hennig, Oliver Kampen, Paul Kirch, Uwe Löhr sowie Hildegard Nießen. Den Fachausschuss Öffentlichkeitsarbeit und Marketing besetzen Ria Bos-serhoff und Rudolf Wynands.

Verstärkung ist jederzeit erwünscht

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