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Presse•  01. Sept. 2012 Stolberger Nachrichten

Taufpaten und Gäste feiern die Geburt

Freuen sich auf die Feierstunde am 19. September im Rittersaal der Stolberger Burg: die Mitglieder aus Vorstand und Stiftungsrat der Stolberger Bürgerstiftung

Die Bürgerstiftung Stolberg darf jetzt ganz offiziell „Gutes in Stolberg bewegen“. Selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts.

Stolberg. „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen“, sagte einst Aristoteles. Den weisen Spruch des berühmten griechischen Philosophen zueigen gemacht hat sich die Bürgerstiftung Stolberg. „Gutes in Stolberg bewegen“ lautet ein weiterer Leitsatz, den sich die Stiftung auf die Fahnen geschrieben hat. Am 19. September laden der neue Vorstand sowie der Stiftungsrat zur großen Geburtstagsfeier auf die Burg ein. Nicht nur die bis heute zählenden 90 Gründungsstifter sind eingeladen, an der Feier teilzunehmen, sondern alle Bürger der Stadt.

Was erwartet uns bei der Feier auf der Burg?

Wolfgang Hennig: Wir wollen feiern und viele Gespräche führen. Alles dreht sich an diesem Abend um die Bürgerstiftung Stolberg und um Bürgerstiftungen im Allgemeinen. Es findet ein Erfahrungsaustausch statt, und es wird Gesprächsrunden geben. Axel Halling von der Initiative Bürgerstiftungen des Bundesverbandes deutscher Stiftungen wird kommen. Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens spricht über die sehr gute und dynamische Bürgerstiftung seiner Kommune, Brigitte Erm erzählt über die Bürgerstiftung „Lebensraum Aachen“, deren Vorsitzende sie ist, und Astrid Natus-Can vom Helene-Weber-Haus weiß Bescheid, wo Bürgerstiftungen besonders gefragt sind. Natürlich zeigen wir auch die Stiftungsurkunde und verlesen diese. Den musikalischen Rahmen gestaltet Egon Kneer von den Altstadtmusikanten. Es ist eine einmalige Gelegenheit, sich über Bürgerstiftungen zu informieren!

Sie feiern dann also das, was Sie bisher geschafft haben?

Hennig: Bei der Feier wollen wir uns nicht nur auf die Schulter klopfen. Die Veranstaltung soll einen Schub bewirken. Wir möchten, dass die Bürger mehr erfahren und sich mit der Stiftung identifizieren. Wir wollen den Gedanken der Bürgerstiftung möglichst weit streuen. Wie viel die Stiftung letztlich bewirken kann, hängt von der Resonanz ab. Bislang war diese sehr gut. Mit der Feier wollen wir diese noch weiter vorantreiben. Die Burg hat dabei Symbolkraft. Sie ist selber eine Stiftung, und es ist doch toll, eine Stiftungsfeier in einer Stiftung zu feiern.

Fassen Sie doch bitte noch einmal kurz zusammen, was sich in den letzten Monaten getan hat.

Hennig: Am 24. November hatte die Auftaktveranstaltung im evangelischen Gemeindezentrum stattgefunden, bei der Professor Christian Pfeiffer einen derart dynamischen und überzeugenden Vortrag gehalten hat, dass sich gleich 22 Stolberger Bürger als Gründungsstifter verpflichtet haben. Fast neun Monate nach dem damaligen Termin ist die Genehmigung von der Bezirksregierung durch. Das ist im Grunde genommen die Geburtsurkunde für das Kind, das im November gezeugt wurde. Aus den Gremien des Initiativkreises heraus haben wir jetzt auch einen Vorstand sowie einen Stiftungsrat gewählt. Sie können sich jetzt aussuchen, wer Mutter und wer Vater ist (lacht). Mehr als 90 Taufpaten haben sich auch schon eingefunden (die Gründungsstifter; Anm. d. Red). Um die Geburt unseres Kindes, eine selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts, gebührend zu würdigen, bedarf es nicht nur Paten und einer Urkunde, sondern auch einer Geburtstagsfeier. Dann ist auch di e Arbeit der Initiativgruppe offiziell beendet.

50?000 Euro Startkapital galt es zusammen zu bekommen. Wieviel ist da?

Hennig: Wir stehen bei gut 65?000 Euro Startkapital.

Wie geht es jetzt weiter?

Hans-Josef Siebertz: Die Bürgerstiftung kann eine Erfolgsgeschichte werden, und ich bin sehr optimistisch für die Zukunft. Die Stifter setzen sich nicht nur mit Geld ein, sondern vor allem mit ihrer Zeit und ihrem Können in den verschiedenen Bereichen. Wir möchten weiterhin zielgerichtet arbeiten und eine Konzeption finden, wie wir die Bürgerstiftung nachhaltig und transparent führen können.

Hennig: Wir haben viele Gespräche mit den Stiftern geführt. Wesentlich ist die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement und die Identifikation mit unserer Stadt. Es gab oft die Aussage: „Wir wollen unserer Stadt, die uns ein Leben lang begleitet (hat), auch etwas Gutes tun.“ Der Name Stiftung hat oftmals den Anklang einer elitären Gruppe, aber wenn Sie in die Liste der 90 Gründungsstifter schauen, sehen Sie, dass es ein Teil aus der Bürgerschaft ist. So genannte „Zeitspenden“, also projektbezogene Arbeiten, spielen auch eine große Rolle. Apropos Spenden: Wir dürfen jetzt auch ganz offiziell Spendenquittungen ausstellen!

Vorstand, Stiftungsrat und Geburtstagsfeier

Dem ersten Vorstand der Bürgerstiftung gehören folgende Personen an: Hans-Josef Siebertz (Vorsitzender), Albert Willems (stellv. Vorsitzender), Alice Bongard, Dr. Alfred Oswald und Dieter Wolf.

Dem Stiftungsrat gehören Wolfgang Hennig (Vorsitzender), Dr. Ulrich Bous (stellv. Vorsitzender), Andreas Clemens, Willi Engels, Dr. Tim Grüttemeier, Oliver Kampen, Paul Kirch, Uwe Löhr und Hildegard Nießen an.

Die Geburtstagsfeier der Bürgerstiftung findet am Mittwoch, 19. September, um 19 Uhr im Rittersaal der Stolberger Burg statt. Dr. Alfred Oswald moderiert die Veranstaltung

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