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Presse•  22. Juni 2012 Stolberger Nachrichten
Der „Papst der Bürgerstiftungen” motivierte zum Auftakt der Kampagne: Nur acht Monate nach der Rede von Prof. Dr.Christian Pfeiffer kann sich schon die Stolberger Bürgerstiftung formieren. Foto: J. Lange

Bürgerstiftung erreicht bereits das erste Ziel

Stolberg. „Ich möchte einfach einmal meiner Heimatstadt etwas Gutes tun”: Mit diesen Worten begründet einer der jüngsten Stifter sein Engagement. Es sind Worte, die Wolfgang Hennig nicht nur gerne hört, sondern er hat sie so oder ähnlich in den vergangenen acht Monat öfter gehört, als er es ursprünglich gedacht hatte.

Es ist eine fünfköpfige Gruppe um den ehemaligen Bürgermeister der Kufperstadt, die im vergangenen November die Gründung einer Bürgerstiftung für Stolberg anregt. Sie setzt sich zum Ziel, bis Ende 2013 das notwendige Anstiftungskapital in Höhe von 50 000 Euro aufzubringen. Doch das Interesse an einer Bürgerstiftung ist weitaus größer als erwartet.Bereits am 2. Juli werden die Gründungsstifter ganz formal die Bürgerstiftung Stolberg ins Leben rufen, die Satzung beschließen, einen Vorstand und einen Stiftungsrat wählen können, um dann ganz offiziell den Antrag auf staatliche Anerkennung bei der Bezirksregierung einzureichen. Mit dem amtlichen Siegel kann die Stolberger Bürgerstiftung dann ihre eigentliche Arbeit aufnehmen.„Für den starken Zuspruch in der Bürgerschaft gibt es sicherlich mehrere Gründe”, freut sich Hennig, der die Gründungsphase koordiniert. Schon die Auftaktveranstaltung wird zu einem Erfolg. Prof. Dr. Christian Pfeiffer, ehemaliger Justizminister in Niedersachsen und Vater der Bürgerstiftungs-Bewegung in Deutschland, klärt auf über Wege und Möglichkeiten, spricht über Perspektiven und Identifikation und motiviert zum Engagement. Gleich am Abend erklären 22 Stolberger sich zur Beteiligung bereit. Mit den Interessenten aus der Vorbereitungsphase schwellt der Kreis der Stifter bereits schnell auf über 30 Personen und Unternehmen an, die sich für Stolberg einsetzen wollen.Jedermann kann Stifter sein, der sich mit einer Einlage von mindestens 500 Euro einbringt. Nach oben sind dem finanziellen Engagement keine Grenzen gesetzt. Spenden kann die Bürgerstiftung nach ihrer amtlichen Anerkennung in jeder Höhe entgegennehmen. Aus den Erträgen des Stiftungskapitals sowie aus - auch zweckgebundenen - Spenden werden die zukünftigen gemeinnützigen Aufgaben der Bürgerstiftung finanziert; ihr Wirkungskreis bleibt auf das Stolberger Stadtgebiet beschränkt.Bereits im Dezember freut sich der Initiativkreis, dass 40 Prozent des erforderlichen Startkapitals erreicht sind - mit Einlagen von 500 bis zu mehreren Tausend Euro. Anfang Februar sieht sich die Bürgerstiftung bereits auf der Zielgeraden. Zwei Drittel des erforderlichen Kapitals sind zugesagt. Auf 60 Mitgründer ist der Kreis der Engagierten angestiegen. Auf zwölf Personen wird die Initiativgruppe erweitert. Drei Arbeitsgruppen nehmen ihre Tätigkeit auf, um die nun für den 2. Juli terminierte offizielle Gründung vorzubereiten.

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