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Presse•  18. April 2016 Zeitungsverlag Aachen

Schlange stehen bei der Bürgerstiftung

Von: Toni Dörflinger

Stolberg. Vier Jahre nach ihrer Gründung kann die Stolberger Bürgerstiftung eine stolze Bilanz vorweisen und sich über mangelnde Aufgaben und Arbeitsgebiete nicht beklagen. Schließlich standen in Vergangenheit und Gegenwart die Organisatoren und Ausrichter kultureller und sozialer Projekte förmlich „Schlange“, um sich bei der Bürgerstiftung für eine Förderung und Unterstützung ihrer Projekte einzusetzen.

 

Hildegard Nießen (v. l.), Helmut Frink, Willi Engels, Uwe Löhr, Tim Grüttemeier, Wolfgang Hennig, Sabine Houben, Dieter Wolf, Rudolf Wynands und Hans-Josef Siebertz gehören als Vorstand und Stiftungsrat der Bürgerstiftung zu denjenigen, die unter anderem Projekte wie Klassikfestival und Bildungsmaterialien für Flüchtlingskinder unterstützen. Foto: T. Dörflinger

Projekte, die unter anderem der Förderung von Migrantenkindern, der musikalischen Aus- und Weiterbildung von Gesamtschülern und der Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen dienen.
Nudelbuffet übernommen

Die Darstellung dieser Projekte und die Vorstellung zukünftiger Aufgaben stand jetzt beim fünften Stifterforum der Bürgerstiftung im Parkhotel Hammerberg im Mittelpunkt. Es wurde von Hans-Josef Siebertz in seiner Eigenschaft als Vorsitzender geleitet.

So machte Siebertz die Besucher neben den eingangs erwähnten Projekten mit den Benefizveranstaltungen Nudelbuffet und Konzert des Landespolizeiorchesters vertraut und stellte zukünftige Aufgaben und Förderprojekte wie Klassikkonzert, Nichtschwimmer-Ausbildung und Kreativboxen für Flüchtlingskinder vor.

So hat die Bürgerstiftung inzwischen die Trägerschaft des Nudelbuffets übernommen, dessen Erlös zehn Stolberger Organisationen und Vereinen zugutekommt, die sich sozialer und kultureller Projekte widmen: Der Wechsel in der Trägerschaft wurde erforderlich, weil das DRK aus Satzungsgründen für eine Trägerschaft inzwischen nicht mehr infrage kommt.

Ein großer Erfolg war das Konzert des Landespolizeiorchesters NRW im Februar vergangenen Jahres. Ein Erlös von 6000 Euro wurde erzielt, der dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) für seine Arbeit mit jugendlichen Flüchtlingen zur Verfügung gestellt wurde.

Auch in Zukunft wird das Projekt „Förderung von Migrantenkindern im Bildungsbereich“, das von den Vereinsmitgliedern Hartmut Kleis und Helmut Frink begleitet wird, von der Bürgerstiftung unterstützt. Das Projekt hat sich der Nachhilfe und dem Unterricht von Migrantenkindern durch engagierte, fachkundige Bürger verschrieben.

Auch das Projekt, das sich dem Spenden von Musikinstrumenten zur musikalischen Unterrichtung von Schülern der Gesamtschule Sperberweg widmet, wurde in der Vergangenheit von der Bürgerstiftung massiv unterstützt und begleitet.
Gitarren von Hacky Ritzerfeld

Auch für die Zukunft hat sich die Bürgerstiftung viel vorgenommen. So wird das von Karl-Heinz Oedekoven und Patricia Buzari initiierte Projekt „Klassik-Festival“ unterstützt: Ende Juli soll im Saal des Museums Zinkhütter Hof ein dreitägiges Klassikfestival mit fünf Veranstaltungen stattfinden, zu dem man regionale und überregionale Künstler verpflichten konnte, die unter anderem im Bereich Klavier, Violoncello und Gitarre tätig sind.

Ein eventueller Erlös soll als Grundstock für weitere Veranstaltungen dieser Art eingesetzt werden. Unterstützt wird das Klassikfestival auch von dem Künstler Hartmut „Hacky“ Ritzerfeld. Er hat zwei ausgediente Gitarren bemalt, die auf dem Festival versteigert werden sollen.

Fortgesetzt werden auch die Förderschwerpunkte Integration und Bildung für Migranten- und Flüchtlingskinder. Neu hinzu kommen wird eine Maßnahme des Stolberger Schwimmvereins. Der Schwimmverein erteilt Schulkindern, die bisher des Schwimmens unkundig sind, Schwimmunterricht. Die Kosten für einen weiteren zusätzlichen Kurs werden nun zu 100 Prozent von der Bürgerstiftung übernommen.

Unterstützt wird auch von der Bürgerstiftung ein neues Projekt, das man als „Willkommenspakete“ für Flüchtlingskinder bezeichnet hat. Von der Bürgerstiftung wurden in Taschenform 120 Pakete zusammengestellt, die der Unterrichtung und Kreativitätsförderung von Flüchtlingskindern dienen sollen: Die Taschen enthalten Bastelmaterialien, Malutensilien und Sprachbücher.

Zu Ende ging die Veranstaltung mit dem Hinweis von Siebertz, dass man sich auch in diesem Jahr mit der von der Stolberger Bürgerstiftung erstellten stadtgeschichtlichen Schülerbroschüre um einen Förderpreis bewerben will.

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