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Presse•  10. Mai 2015 Zeitungsverlag Aachen

Zu schnell oder genau richtig?

Die mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel misst vor den Kitas

Stolberg. Ob die Autos an dem Morgen langsamer fuhren, weil so eine große Gruppe Menschen am Straßenrand stand, oder weil sie durch die neue, mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel an ihre Geschwindigkeit erinnert wurden, ist nicht ganz klar – denn welche Wirkung die mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel an der Konrad-Adenauer Straße 80 vor dem Montessori Kinderhaus Regenbogen hat, wird erst in den nächsten Tagen deutlich.

Eltern und Kinder freuten sich gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, Marcel Poqué vom Ordnungsamt der Stadt, und Rudolf Wynands von der Bürgerstiftung Stolberg, dass endlich die Geschwindigkeitsanzeigetafel angebracht werden konnte. Foto: Juliane Kohnert

Stolberg. Ob die Autos an dem Morgen langsamer fuhren, weil so eine große Gruppe Menschen am Straßenrand stand, oder weil sie durch die neue, mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel an ihre Geschwindigkeit erinnert wurden, ist nicht ganz klar – denn welche Wirkung die mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel an der Konrad-Adenauer Straße 80 vor dem Montessori Kinderhaus Regenbogen hat, wird erst in den nächsten Tagen deutlich.

Ein Jahr hat es nun gedauert bis die Elterninitiative rund um den Montessori-Elternverein der Kita das Geld für die mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel zusammen hatten, denn diese finanziert sich alleine durch Privat- und Firmenspenden. Hilfreich zur Seite stand den Eltern die Stolberger Bürgerstiftung, zum Beispiel beim Aufsetzen der Briefe und Ausstellen der Spendenquittungen. Auch die Stadt Stolberg sagte bald ihre Unterstützung zu: Sie übernimmt die Versicherung der Anzeigetafel und das Ordnungsamt organisiert die Anbringung der Tafel an den verschiedenen Standorten. Der Wunsch der Eltern ist es nämlich, dass die Tafel allen Kitas und im Bedarfsfall auch Schulen zugute kommt. „Durch die stetige Veränderung des Standortes vermeiden wir auch einen Gewöhnungseffekt“, hofft Julia Mertens, Mutter und Vorstandsmitglied des Elternvereins des Montessori Kinderhauses. Die mit einem dicken Schloss gesicherte Tafel misst nur die Geschwindigkeit – Konsequenzen sind mit der Messung für den Autofahrer also nicht verbunden, er wird nur an sein Fahrverhalten erinnert. Es sei ja nicht so, dass die meisten mit böser Absicht zu schnell fahren würden, oft merke man ja gar nicht, dass man zu schnell unterwegs sei, waren sich die Eltern einig.

Die Kita liegt direkt an der viel befahrenen Konrad-Adenauer-Straße. Bei der dann oft noch überhöhten Geschwindigkeit des Verkehrs, sei mit kleinen Kinderbeinen kaum ein Überqueren der Straße möglich. Natürlich gibt es in einigen Metern Entfernung die Fußgängerampel, doch wird dieser Umweg naturgemäß nicht so häufig in Anspruch genommen. Insbesondere aus Richtung Ortsausgang/Breinig/Dorff kommend hätten viele Autos noch eine erhöhte Geschwindigkeit. Deshalb wird nun auch – wenn die Tafel dort hängt – in diese Richtung gemessen. Die Messung beginnt am Verkehrsschild, das die 30er-Zone anzeigt – kurz nach dem Schild und noch vor der Kita gibt es also direkt eine Erinnerung für die Fahrer.

Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, Marcel Poqué vom Ordnungsamt der Stadt, und Rudolf Wynands von der Bürgerstiftung Stolberg weihten die Eltern nun die Anlage ein. Während die Eltern den Spendern dankten, lobte Tim Grüttemeier das Engagement und hofft, dass dies Nachahmer finden werde, um Projekte für das Allgemeinwohl der Stadt umzusetzen. Die Bürgerstiftung sowie das Ordnungsamt seien gerne Ansprechpartner bei Ideen und Vorschlägen.

Die Anzeigetafel wird noch ein paar Tage in Büsbach hängen und dann vor einer anderen Kita angebracht, ein paar Wochen später wieder vor einer anderen Kita. Und irgendwann in ein paar Wochen, hängt sie dann wieder in Büsbach.
(Juliane Kohnert)

Ordnungsamt der Stadt, Marcel Poqué, Tel. 02402/13-459; Bürgerstiftung Stolberg, Tel. 02402/26598.

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