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Presse•  08.Febr. 2015 Super Sonntag

Ermutigendes Signal für das Engagement

Die Bürgerstiftung Stolberg ehrte Zeitspender und konnte eine Erbschaft verkünden.

Stolberg. Stühle mussten noch rangeschafft werden in den Saal des Parkhotels Hammerberg, weil zum dritten Stifterforum der Bürgerstiftung Stolberg so viele Gäste gekommen waren – Mitglieder, Unterstützer, Zeitspender und Interessierte.

Hans-Josef Siebertz, Vorsitzender der Bürgerstiftung, verkündete eigentlich nur erfreuliche Nachrichten und ließ zu Beginn direkt die dickste Katze aus dem Sack. Die Bürgerstiftung hat eine Erbschaft in sechsstelliger Höhe erhalten, und mit diesem Geld einen Stiftungsfonds errichtet, um dem Willen der Stifterin entsprechend dauerhaft die Bildung von begabten Kindern aus sozialschwachen Verhältnissen zu gewährleisten. Positiv waren auch die Vorstellungen der umgesetzten Projekte des letzten Jahres: Das Lern- und Leseheft „Stolberg – meine Heimat“ fand reißenden Absatz und erfreut sich großer Beliebtheit.

Die Zeitspender für dieses Projekt – alles Fachleute wie Historiker, Pädagogen oder Grafiker – wurden für ihren Einsatz mit einer Urkunde und einem kleinen Präsent geehrt. Unter den Fittichen der Bürgerstiftung gelang es auch, für die Gesamtschule Sperberweg eine große Anzahl an Instrumenten zu sammeln, damit konnten Schulbands gegründet werden. Nun würden nur noch E-Bässe fehlen. Wer also einen E-Bass ungenutzt rumstehen hat, kann sich bei der Bürgerstiftung melden. Diese vermittelt weiter an die Schule.

Ebenfalls zum Abschluss kam das Projekt „Geschwindigkeitsanzeigetafel“. Eine Elterninitiative sammelte Geld für eine mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel, die vor den verschiedenen Kitas im Stadtgebiet aufgestellt werden soll, um eine „erzieherische Wirkung auf die Autofahrer zu haben“, wie Julia Mertens, Sprecherin der Elterninitiative, erklärte. Insgesamt konnten die Eltern durch die Hilfe der Bürgerstiftung 2007 Euro sammeln und das Gerät erwerben. Nur fehlte bislang noch der Versicherungsschutz – ohne wollten die Eltern die Tafel nicht aufstellen. Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, der ebenfalls am Stifterforum teilnahm, versprach noch am Abend, dass die Stadt die Versicherung des Geräts übernimmt, sobald dieses übergeben wird. Schließlich sorgt die Stadt auch für die Aufstellung und den Transport der Anlage.

Ein Projekt, das seit einem halben Jahr von der Bürgerstiftung unterstützt wird, ist die Nachhilfe für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Hartmut Kleis (info@gesundheitszentrum-kleis.de), Mazeena Ismail (mazeena@gmx.net) und Layel Bechir (lili_bechir@gmx.de) sind hier die Ansprechpartner, bei denen sich interessierte Nachhilfelehrer melden können.

Obwohl noch keine offiziellen Wahlen für den Stiftungsvorstand anstanden, gab es personelle Veränderungen. Denn Helmut Frink wollte aus gesundheitlichen Gründen vom arbeitsintensiven Vorstand in den weniger arbeitsintensiven Rat wechseln. Für ihn kommt Andreas Clemens vom Stiftungsrat in den Vorstand. Wer mehr über die Bürgerstiftung und ihre Projekte erfahren möchte, kann dies auf der Homepage unter www.buergerstiftung-stolberg.de. (ju)

Die Zeitspender des Projekts „Stolberg - meine Heimat“, wurden von Hans-Josef Siebertz (l.), Vorstandsvorsitzender, und Wolfgang Hennig (2.v.l.), Stiftungsratsvorsitzender, geehrt. Foto: Juliane Kohnert
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