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Presse•  21. März 2014 Zeitungsverlag Aachen

Heimatbroschüre wird bald an Schulen verteilt

 

Das Interesse an dem Werk mit dem Titel „Stolberg - unsere Heimat“ ist größer als zunächst vermutet. Bürgerstiftung lässt 5000 Exemplare drucken. Auch Privatpersonen können Heft kaufen. Jetzt geht es um Musikinstrumente.

Stolberg. Die Bürgerstiftung Stolberg hat ihr erstes Projekt fast abgeschlossen. Die Broschüre „Stolberg - unsere Heimat“ über die interessante Geschichte der Stadt von der Römerzeit über die Zeit der Industrialisierung bis heute ist fast fertig. Sie soll am 14. Mai der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Eigentlich war das 72 Seiten starke Heft als Unterrichtsmaterial für die Grundschulen gedacht. Entsprechend gibt es auch Zusatzunterlagen für die Lehrer. Bei einer Schulleiterkonferenz am 29. April wird die Broschüre deshalb ebenfalls präsentiert werden. 5000 Exemplare wird die Stiftung drucken lassen. Jede interessierte Schule soll 200 kostenlose Hefte für den Unterricht erhalten. So will man den Kindern und ihren Familien die Geschichte der Heimat näher bringen. Doch längst ist das Interesse an dem Heimatkundebüchlein so groß, dass es für acht Euro demnächst auch im Fachhandel zu haben sein wird.

„95 Prozent der Arbeit sind gemacht“, freute sich Wolfgang Hennig beim Jahrestreffen der Stiftungsmitglieder. „Wenn sich die Leute dank der Broschüre mit der Stadt und ihrer Geschichte befassen, haben wir unser Ziel erreicht.“

Die Bürgerstiftung kann inzwischen auf 100 Mitglieder verweisen. Das Kapital beträgt knapp 78000 Euro. Allerdings sind die Zinsen, die mit dem fest angelegten Geld erzielt werden können, momentan eher mager. Aber über diese Zinsen finanziert die Stiftung ihre Projekte. Dieses Jahr wird man nicht allzu viel Geld ausgeben können. Das Vorhaben für 2014 wurde beim Treffen der Mitglieder vorgestellt. Es geht darum, Kinder und Jugendliche für Musik zu begeistern.

Sabine Houben erläuterte die Pläne. Ausgewählt wurden zwei Schulen. Einerseits die Gesamtschule. Sie hat sich für das Projekt „Kulturrucksack NRW“ beworben. 30 Kinder sollen an moderne Musikinstrumente heran geführt werden und womöglich in Bands spielen. Doch es mangelt an Instrumenten. Die Gesamtschule kann genau ein Keyboard, eine Gitarre und einen Bass anbieten.

Der Aufruf der Stiftung geht deshalb dahin: Alle Stolberger, die vielleicht ein ungenutztes Musikinstrument im Keller oder auf dem Dachboden gelagert haben, möchten dieses der Schule zur Verfügung stellen. Die Stiftung würde die Kosten dafür übernehmen, die Instrumente notfalls zu reparieren und wieder spielbar zu machen. Sabine Houben: „Das wäre ein kleines Projekt, aber sehr wirkungsvoll.“

In der Grundschule Hermannstraße ist das Projekt „Jedem Kind seine Stimme“ ausgelaufen. Die Grundschule wünscht sich ein Anschlussvorhaben mit der professionellen Chorleiterin. Das müsste dann von der Stiftung finanziert werden. Außerdem ist an der Schule eine Projektwoche zum Thema „Musik“ geplant. Der Aufruf der Stiftung geht deshalb dahin, dass Stolberger, die ein Instrument beherrschen, dieses vielleicht einmal in der Grundschulklasse vorstellen. Und die Kinder auch einmal dem Instrument erste Töne entlocken lassen. Houben: „Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern mit Instrumenten sind jederzeit willkommen“. Ansprechpartnerin diesbezüglich ist Sabine Houben unter 7095040 in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr.

Die Resonanz auf das 1. Bürgerfest, das die Stiftung vergangenes Jahr veranstaltete, war enorm. Und so soll es in diesem Jahr eine Neuauflage des Festes geben. Am Sonntag, 21. September, werden wieder zahlreiche Stände rund um die Burg auf Besucher warten. Es wird Essen und Trinken geben, Musikeinlagen und Theater. Dr. Alfred Oswald: „Das wird ein Fest von Bürgern für Bürger.“

Hans-Josef Siebertz erstattete vor den Versammlungsteilnehmern einen Tätigkeits- und Geschäftsbericht für das Jahr 2013. Von Bedeutung war dabei sicher die Verleihung des Gütesiegels durch den Arbeitskreis Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen. Der Jahresüberschuss, mit dem 2014 Projekte unterstützt werden können, beträgt 4080 Euro. Im Jahr 2012 waren es 4621 Euro. Der Überschuss aus 2013 ist allerdings bereits vergeben, er fließt ebenso wie der Ertrag aus 2012 in die Auflage der Broschüre „Stolberg - unsere Heimat“. Der Gewinn aus dem Bürgerfest betrug 550 Euro, hinzu kamen Spenden in Höhe von 8000 Euro und Zinsen in Höhe von 1950 Euro.

 

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